Jeder aus der Generation Z so: Wer sieht mich?

Mega innovativ sein. Viral gehen. Einen Unterschied machen. Und das alles: Ohne Aufwand. @Phil Laude analysiert die GenZ.

Siggi Krauss
12.07.2021

Kennst du das GenZ-Video von Phil Laude? Es lohnt sich, mal reinzuschauen, falls du es nicht schon gesehen hast. Den Kommentaren nach fühlen viele das, was Phil so sagt. Ist natürlich von ihm erst mal Satire, aber das Ganze hat ja doch einen wahren Kern. Sehnsüchte und Probleme, die wir alle fühlen, hat er, find ich, in 10 Minuten gut rübergebracht. Witzig fand ich irgendwie den Gedanken für ne App, die mega innovativ und erfolgreich ist, viral geht und wohinter kein Aufwand ist. Aber auch das ist ja nicht nur einfach ein Gag, sondern stimmt im Endeffekt komischerweise wirklich. 

Wir wollen (fast) alle, 

  1. was Kluges und Gutes leisten
  2. erfolgreich sein
  3. beliebt werden
  4. und möglichst nicht so viel Stress damit haben.

Ich denke, dass dahinter noch ein größerer Gedanke steckt: Wir wollen gesehen werden (Punkt 1-3) und wir lieben es, wenn wir uns selbst nicht quälen müssen (Punkt 4). Und weil wir uns bei STEPS Quest gemeinsam Gedanken machen wollen, will ich dich fragen: In welche Bereiche investierst du dich rein? Wovon versprichst du dir Erfolg? Was tust du alles, damit dich jemand sieht? Damit du Anerkennung bekommst? 

»Wenn du für die Annahme bei Menschen lebst, wirst du an ihrer Ablehnung sterben«  
– Lecrae 

Ich kenne das Gefühl, gesehen und beachtet werden zu wollen – und ich glaube, dass wir das alle kennen. Ich habe mir das lange vom Fußball versprochen: Erfolgreich sein = beliebt sein und da vielleicht noch was Gutes tun. Zwar nur auf Kreisliganiveau, aber was solls? Ein Sieg fühlte sich da auch toll an, aber so gut waren wir doch nicht. Unsere Mannschaft war oft eher am Tabellenende als oben dabei 😇. 
Ich habe gedacht, dass ich außerdem unbedingt viel Geld verdienen muss, damit ich mir meine materiellen Wünsche erfüllen kann und Leute von mir sagen: »Krass, du hast es zu was gebracht«. 
Aber leider hatte ich nie besonders viel verdient und auch sonst keine krasse Idee, die viral ging und erfolgreich war. Vermutlich genau wie du und fast alle anderen Menschen auf der Welt. Aber der Hunger nach Anerkennung und gesehen zu werden war trotzdem immer noch da. Irgendwie bekam ich nicht das, was ich suchte. 

Was ich durch meinen Glauben gelernt habe 

Ich bin schon länger gläubig und habe erst in den letzten Jahren gemerkt, dass Gott, der in der Bibel zu mir spricht, mich auch auf dieser emotionalen Ebene echt anspricht. Eine Frau in der Bibel, die niemand beachtet, sagt über Gott: »Du bist der Gott, der mich sieht« (1. Mose 16,13). Ich finde es wirklich ermutigend, dass Gott auf so ein Grundbedürfnis von uns antwortet. 

Ehrlich, und das hat mir wirklich geholfen. Ich habe in so vielen Fällen im Leben so einen Frieden. Und interessanterweise werden mir meine Leistung und mein Erfolg und der Wunsch gesehen zu werden irgendwie immer weniger wichtig. Versteh mich nicht falsch: Ich hasse die Sachen nicht, aber sie haben nicht mehr so ne Prio. Weil ich Jesus kennen und in einer »Beziehung« zu ihm leben kann. 

»Besessen von dem zu sein, was die Leute denken, ist der schnellste Weg, um zu vergessen, was Gott denkt« 
– Craig Groeschel 

Wenn dich das angesprochen hat und du mehr drüber wissen möchtest, schreib mich gerne an: siggi@365steps.de oder auf WhatsApp

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